Pflichtpraktikum im Sommer: nützliche Berufserfahrung oder Zeitverschwendung?

Seit ein paar Jahren gibt es eine neue Regelung im Schulwesen wovon auch wir betroffen sind – das Pflichtpraktikum. Zur Erinnerung: Jede Schülerin und jeder Schüler der Handelsakademie muss ein Pflichtpraktikum im Ausmaß von 300 Stunden (Schüler/innen der Handelsschule im Ausmaß von 150 Stunden) absolvieren . Diese Tätigkeit soll im kaufmännischen Bereich ausgeführt werden.

Theoretisch ist dieses Konzept ja eine gute Idee. Schülerinnen und Schüler können Gelerntes anwenden, sie sehen wie der Berufsalltag aussieht und haben schon mal eine Ahnung, in welchem Berufsfeld sie später einmal tätig sein möchten – oder eben nicht. Zusätzlich verdienen Sie sich nebenbei auch noch ein „kleines Taschengeld“.

Aber praktisch kann dieses Konzept oft nicht ganz so gut umgesetzt werden. Es ist schwer, vor allem in unserer Gegend, ein Ferialpraktikum zu bekommen. Ohne einen Bekannten, der in der Branche arbeitet und vermittelt, geht da sowieso nichts, auch nicht wenn man in eine größere Stadt wie Wien geht.

Und wenn man dann mal einen der beliebten Sommerjobs ergattern konnte, sieht der „Berufsalltag“ des Öfteren auch alles andere als rosig aus. Meist wird man nicht mit wichtigen und spannenden Aufgaben betraut. Archive aussortieren, Mappen ordnen und ja, so gar das klischeehafte Kaffee kochen stehen für die Ferialpraktikanten meist an der Tagesordnung. Logisch, dass die Unternehmen kein Risiko mit einem Ferialpraktikanten eingehen, der eh nur einen Monat im Unternehmen ist. Aber für die Schülerinnen und Schüler kann so eine Erfahrung daher manchmal eintönig und ohne großen Lerneffekt sein.

Natürlich gibt es auch Ferialjobs, bei denen man relevante und wertvolle Erfahrungen sammelt, dies ist aber vor allem in kreativeren Branchen der Fall.  So eine Stelle zu bekommen beweist sich oft als sehr schwierig. Außerdem steht hierbei wieder die Frage der Vergütung für den Arbeitsaufwand im Raum – bezahlt sind solche Stellen nämlich im Normalfall nicht. Doch oft ist eine gute Berufserfahrung mehr wert als die Bezahlung, und so empfiehlt es sich natürlich, eher eine unbezahlte Stelle mit tollen Aufgaben anzunehmen, als eine mit guter Bezahlung, bei der man sich den ganzen Sommer langweilt.

Im Endeffekt liegt die Entscheidung über ein Pflichtpraktikum nicht bei uns. Wir können darüber mutmaßen und unsere Meinung sagen, Vorteile und Nachteile aufzeigen. Irgendwann muss man mit dem Arbeiten ja sowieso beginnen, warum nicht also jetzt?

Beachmeisterschaften Podersdorf 2018

Heuer fanden zum wiederholten Male die burgenländischen Beachmeisterschaften der Schulen im Freibad Podersdorf am Neusiedlersee statt. Unser CAMPUS Team war in beiden Bewerben (Haupt-/Quattrobewerb) mit am Start. Bei perfekten Bedingungen an beiden Tagen kämpften im Hauptbewerb 8 Schulen und im Nebenbewerb 13 Oberstufenschulen um den Landestitel.

Erwähnenswert war das Herrendoppel im Hauptbewerb, bestehend aus Manuel Fritz und Melvin Halper die an beiden Tagen ungeschlagen blieben und alle Spiele gewinnen konnten.